Psychotherapie im Sinne der kognitiven Verhaltenstherapie

Kognitive Verhaltenstherapie ist ein Therapieverfahren, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut. Eine der Grundannahmen der kognitiven Verhaltenstherapie ist, dass unsere Gedanken, Gefühle und unser Verhalten untrennbar miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Diese Zusammenhänge macht sich die kognitive Verhaltenstherapie zu Nutzen. Ansatzpunkt in der Therapie ist dabei das Hier und Jetzt: in der Analyse aktueller Situationen können eigene Gedanken, Gefühle und daraus resultierendes Verhalten durchleuchtet werden, um zukünftiges Erleben zu beeinflussen. 


Ein wichtiger Punkt sind dabei auch die Lernerfahrungen in der Vergangenheit, welche in die Gegenwart "ausstrahlen". In einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung werden diese Lernerfahrungen betrachtet, um eigene Gefühle, Gedanken und Verhalten besser verstehen und einordnen zu können. Die Veränderung findet jedoch in der Gegenwart statt.


Zu Beginn einer Therapie steht dabei zunächst das Krankheitsverständnis im Mittelpunkt: Wie ist meine psychische Erkrankung entstanden? Und was hält sie aufrecht? Mit der Beantwortung dieser beiden Fragen wird sichtbar, an welchen Stellschrauben gedreht werden kann, um die Erkrankung und/oder ihre Auswirkungen zu verändern. 


Die Stellschrauben werden in der Regel über Gefühle, Gedanken oder auch Verhalten bewegt. Da diese, wie oben beschrieben, miteinander verbunden sind kann an jedem der drei Bereiche angesetzt werden, um Auswirkungen in den anderen Bereichen zu erreichen. Im Therapieprozess halten wir regelmäßig inne, um zu überprüfen ob wir noch in die richtige Richtung arbeiten oder gegebenenfalls nachjustieren müssen. 


Natürlich ist eine Therapie, so wie unser Leben auch, kein linearer Prozess. Sie umfasst Schritte vorwärts und zurück, Nebenstraßen und Umwege. Dies stellt eine Parallele zur psychologischen Beratung dar, die ich anbiete. Der Hauptunterschied liegt dabei darin, dass Psychotherapie als Heilbehandlung von psychischen Störungen eingesetzt wird. Psychologische Beratung hingegen stellt keine Heilbehandlung im Sinne des Psychotherapeutengesetzes dar. Sie ist, auch wenn sich die Methoden ähneln, bei psychischen Erkrankungen nicht ausreichend.

 

Kognitive Verhaltenstherapie wird unter anderem eingesetzt zur Behandlung von:


  • Anpassungs- und Belastungsstörungen
  • Emotionalen Krisen
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Somatisierungsstörungen
  • chronische Schmerzen
  • Prämenstrueller Dysphorischer Störung (PMDS)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Bewältigung von Trauma und Traumafolgestörungen